![]() |
|
| Das Netzwerk: Über das Netzwerk NTA-Gremien Mitglieder Mitglied werden NTA-Dokumente NTA-Aktivitäten: News NTA-Mailingliste NTA-Veranstaltungen TA-relevante Infos: TA-Suche TA-Kalender TA-Links TA-Zeitschriften Ausschreibungen Kontakt: Dr. Michael Decker, ITAS Postfach 3640 D-76021 Karlsruhe Tel: +49 (0)7247 82-2501 Fax: +49 (0)7247 82-4806 NetzwerkTA@itas.fzk.de |
Das Netzwerk TA Profil und AktivitätenAm 24. November 2004 wurde in Berlin das "Netzwerk TA" gegründet. Gründungsmitglieder sind eine Reihe anerkannter Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichsten Arbeitsgebieten und Ausrichtungen der TA. Angesprochen sind Politik-, Wirtschafts- und Gesellschaftsberatung, also die praktische Seite der TA, ebenso wie die einschlägigen akademischen Disziplinen. An der konstituierenden Sitzung nahmen ca. 80 Forscher und Praktiker teil. Der folgende Text fasst die in der dortigen Diskussion und während der Konferenz "Technik in einer fragilen Welt" gegebenen Anregungen für das Profil des Netzwerks zusammen. Hintergrund Wissenschaft, Technik und Innovation sind wesentliche Antriebskräfte der gesellschaftlichen Erneuerung und unerlässlich für Wohlstand, Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität. Gleichzeitig stellen sich neue Herausforderungen an Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit, die sich aus der wissenschaftlich-technischen und der damit verschränkten sozio-ökonomischen Entwicklung ergeben: die Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung, die Zunahme des Innovationstempos in vielen Bereichen, die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Bildungssystem, ethisch relevante Herausforderungen traditioneller Menschenbilder und Gesellschaftsentwürfe, Fragen der Globalisierung, Umwälzungen in Lebens- und Arbeitswelt, neue Mechanismen der gesellschaftlichen Meinungsbildung und Entscheidungsfindung und neue Formen gesellschaftlicher Regulation (governance) sowie neue Wege in Wissensproduktion und Wissensverteilung. TA (Technikfolgenabschätzung/Technology Assessment) Aufgabe der TA ist es, durch vorausschauende Analyse von Chancen und Risiken von Wissenschaft und Technik die oben genannten Herausforderungen, ihre Voraussetzungen und Folgen zu erforschen, sie mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden und nachvollziehbarer Kriterien zu bewerten und Problemlösungen zu erarbeiten, um Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit zu beraten und gesellschaftliche Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse zu unterstützen. Diese Unterstützung bezieht sich sowohl auf die Informationsbasis als auch auf die zugrunde gelegten normativen Orientierungen. Sie berücksichtigt, dass Wissen und Werte in Fragen der Zukunftsgestaltung häufig nicht strikt zu trennen sind, und dass der Umgang mit Nichtwissen und Unsicherheiten eine wesentliche Herausforderung darstellt. Da Forschung und Beratung häufig miteinander verbunden sind, spielt auch die Kommunikation der Forschungsergebnisse, für den jeweiligen Adressaten optimiert, eine wichtige Rolle. Die Art und Weise, wie diese Aufgaben bewältigt werden, unterscheiden sich in Abhängigkeit vom jeweiligen Kontext erheblich. Relevante Faktoren hierfür sind die spezifische TA-Fragestellung, der Adressat, die institutionelle Konstellation, der betreffende Wissenschafts- und Technikbezug, die gesellschaftliche Konfliktlage und die Akteurs- und Beteiligungsverhältnisse sowie die Kosten von Veränderungen. Diese Kontextabhängigkeit führt zu einer großen institutionellen, konzeptionellen und methodischen Diversität der TA. Das Netzwerk TA Das "Netzwerk TA" ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Experten und Praktikern im breit verstandenen Themenfeld TA. Dieser Kreis setzt sich zusammen aus den (teils überlappenden) Bereichen Technikfolgenabschätzung, Praktische Ethik, Systemanalyse, Risikoforschung, Technikgestaltung für nachhaltige Entwicklung, Innovations-, Institutionen und Technikanalyse, Innovations- und Zukunftsforschung und den dabei involvierten wissenschaftlichen Disziplinen aus Natur-, Technik-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, den Politik- und Rechtswissenschaften sowie der Philosophie. Die [Mitglieder] des Netzwerks vertreten die verschiedenen Ausprägungen der TA und decken das weite Spektrum zwischen Theorie und Praxis, zwischen Forschung und Beratung sowie zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen ab. Sie verstehen die dadurch entstehende Vielfalt als Chance, themenbezogen Kompetenzen und Erfahrungen zu bündeln und auf diese Weise zu einer optimalen Nutzung der Ressourcen beizutragen. Ziele und Aufgaben Das Netzwerk TA ist entstanden vor dem Hintergrund einer bislang offensichtlich unzureichenden Kooperation innerhalb der TA. Ziele und Aufgaben des Netzwerks sind.
Aktivitäten Um diese Ziele zu erreichen, unternimmt das Netzwerk TA (in der ersten Phase) folgende konkreten Schritte:
Die erste Konferenz des Netzwerks TA hat vom 24.26. November 2004 unter dem Thema "Technik in einer fragilen Welt: Die Rolle der Technikfolgenabschätzung" stattgefunden. Konferenzberichte sind u.a. zu finden im "TAB-Brief" 2/2004 und in "Technikfolgenabschätzung. Theorie und Praxis" 3/2004. Eine Buchpublikation mit den Beiträgen der Konferenz in der ITAS-Schriftenreihe "Gesellschaft Technik Umwelt" in der edition sigma ist in Vorbereitung. Organisation Das Netzwerk "lebt" von der Initiative der Mitglieder. Um diese Initiative anzuregen, ist ein Mindestmaß an unterstützender Infrastruktur und an Verantwortlichkeiten erforderlich. Eine unterstützende EDV-Infrastruktur wird bereitgestellt. Eine [Arbeitsgruppe] zu dieser Thematik hat sich bereits zusammengefunden. Im weiteren Verlauf ist dann an weitere Elemente einer Kommunikationsinfrastruktur zu denken wie Diskussionsforen zu bestimmten Themen (z.B. im Rahmen von Netzwerk-Arbeitskreisen) oder Plattformen zum Informationsaustausch. Die Koordination dieser Aktivitäten wird von einem kleinen [Koordinationsteam] wahrgenommen, das sich für die Übernahme dieser Aufgabe auf zunächst zwei Jahre bereit erklärt hat. Als Beirat und Anregungskreis fungiert darüber hinaus die Gruppe der Gründungsmitglieder des Netzwerks TA. |